Ab die Post – aber wie?

Auf welchem Weg verteile ich mein Mitarbeitermagazin am effektivsten: per Hauspost oder Postversand? Ein simpler Dreisatz gibt Antwort. Das Ergebnis dürfte viele überraschen ...

In der Praxis werden Mitarbeitermagazine meistens per Hauspost verteilt: persönlich ins Postfach oder auf den Schreibtich. Oder abteilungsweise und stapelweise. Das Motiv ist klar: Es fallen keine zusätzlichen Kosten an – und die Poststelle wird besser ausgelastet. Die teurere Alternative: der personalisierte Versand auf dem Postweg. Hier  summieren sich die Kosten für Adresspflege, Kuvertierung und Porto auf knapp 1 Euro pro Exemplar. Bei einer Auflage von mehren Tausend Exemplaren kann dieser Posten spürbar aufs Budget drücken.

Ende der Diskussion? Meistens ja. Dabei lohnt es sich, einen unvoreingenommenen Blick auf Preis und Leistung zu werfen. Die personalisierte Zustellung an die Privatadresse sichert nämlich eine enorm hohe Qualität. Die Verteilquote dürfte hier nah an die 100 Prozent gehen. Ganz anders sieht es aus, wenn ich Mitabreitermagazine in Kantinen oder Werksfluren auslege. Wie viele Mitarbeiter werde ich auf diesem Weg erreichen: 60, 70, 80 Prozent? Und was bedeutet das eigentlich wirtschaftlich?

Wir haben nachgerechnet. Dafür haben wir uns einen einfachen Dreisatz überlegt, der neben den Verteilkosten auch die Kosten für Redaktion und Herstellung einkalkuliert:

A. Verteilung via Pressesendung 

Rechnen wir das mal an einem fiktiven Beispiel durch. Die Auflage eines hochwertig produzierten Mitarbeitermagazins liegt bei 8.000 Exemplaren. Die Reaktionsvollkosten inklusive Personalkosten belaufen sich auf 40.000 EUR pro Ausgabe, die Herstellungkosten auf 5.000 EUR, die Kosten für eine personalisierten Versand auf 7.000 EUR. Dann hätten wir folgende Verteilkosten:

B. Verteilung mit der Hauspost

Eine Verteilung über die Hauspost spart zunächst einmal Kosten, weil die teure Pressesendung entfällt. Nun kommt es ganz auf die Qualität der internen Verteilung an. Erhält jeder sein Exemplar mit der Hauspost auf den Schreibtisch zugestellt? Dann kann man auch hier von knapp 100 Prozent Verteilquote ausgehen. Wird das Magazin jedoch abteilungs- oder bereichsweise zugestellt und dort in Stapeln oder Ständern ausgelegt, dürfte die Verteilquote deutlich niedriger sein. In unserer Musterrechnung gehen wir optimistisch von 75 Prozent aus:

Das Ergebnis mag überraschen: Mit 7,50 EUR pro verteiltem Exemplar liegen die Stückkosten höher als beim Postversand! Doch dafür gibt es eine einfache Erklärung: Je aufwändiger und hochwertiger ein Magazin gemacht ist, desto fahrlässiger ist eine nachlässige Verteilung. Wenn 25 Prozent der Auflage verloren gehen, hat dies eben auch seine Preis. 

Fazit: Eine Zustellung per Hauspost ist sinnvoll, wenn jedes Exemplar persönlich an den Mitarbeiter zugestellt wird. Bei nicht-personalisierter Verteilung ist die Hauspost problematisch, weil ein zu großer Teil der Auflage  verloren geht. Unter Preis-Leistungs-Gesichtspunkten lohnt es sich immer, über den Postweg nachzudenken. Das Geld könnte gut angelegt sein.

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